2020: Trotz Erfolgsbücher – Depression Volkskrankheit Nr. 1?

Die WELT schreibt über Forschungsergebnisse zu Depressionen in Europa.

Wikipedia beschreibt Depressionen umgangssprachlich als „einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit“.

Aus eigener Erfahrung tun mir die Menschen leid, die Depressionen haben.

Hier ein paar Stichpunkte des Artikels:

  • 21 Mio. EU-Bürger leiden daran – mit steigender Tendenz
  • Jeder 4te EU-Bürger im Leben davon einmal betroffen
  • 59.000 Menschen bringen sich jährlich um
  • Frauen zw. 30 und 44 Jahren am meisten betroffen

Wir haben, materiell gesehen, ein immer besseres und sicheres Leben. Erfolgsratgeber und Tipps zum besseren Leben sind überall zu erhalten. Warum steigen dann die Depressionen? Es ist mir ein Rätsel.

Hier der Link zum Artikel:

http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article3273000/Depression-bald-Volkskrankheit-Nummer-eins.html

Hier die Wikipedia Erklärung zur Depression:

http://de.wikipedia.org/wiki/Depression

Hat eigentlich jemand Tipps, wie man seine Depressionen „bekämpfen“ kann?

Mehr Freude fürs Hirn

Euer Andreas Irmer

P.S. Um den interessantesten Artikel für Euch heute zu finden, wurden 252 Artikel überflogen. (Bisheriger Rekord :-))

Advertisements

10 Gedanken zu “2020: Trotz Erfolgsbücher – Depression Volkskrankheit Nr. 1?

  1. Lies 10 verschiedene Ratgeberbücher zum gleichen Thema von 10 verschiedenen Autoren und Du bekommst 10 komplett verschiedene Weltanschauungen zum Thema.Soviel zum Thema Ratgeber, haben für mich die gleiche Wertigkeit wie Beipackzettel……:-(((

    Depressionen hingegen, schlimmes Thema, um dem zu entgehen, müßte man wahrscheinlich zuallererst mal das Denken verbieten, denn wer nicht denkt, der denkt nicht nach, wird nicht nachdenklich, ergo, dem gehts gut:-)))

    Hut ab vor den Betroffenen, die es immer wieder aus eigener Kraft schaffen, sich aus dem schwarzen Loch zu ziehen und irgendwie weiterzumachen…..
    Leider wird man(n)/frau diese Neigung nie mehr so richtig los, man lernt nur besser , erste Anzeichen zu deuten und Gegenprogramme in Gang zu bringen.Ich behaupte mal, daß es früher auch nicht wenige Depressionen gab, aber sie wurden nicht erkannt,wer täglich gegen Hunger,Krankheiten u.ä. kämpfen muß, wird vermutlich weniger depressiv, derjenige ist mehr mit dem Überleben an sich beschäftigt, vielleicht gilt für den Geist das gleiche Schema, wie für nen unterversorgten Körper,(z.B.fallen bei magersüchtigen jungen Mädchen gewisse Körperfunktionen wie Regel/Eisprung weg), vielleicht kann sich ein mit Überlebenstrategienerstellen beschäftigter Geist keine Depression „leisten“,

    Vorsicht! Mich auf diese These nicht festnageln, ist Halblaienwissen, kombiniert mit Beobachtungen aus meinem Apothekenkundenkreis…

    LG

    1. Stimme ich Dir zu:

      „Hut ab vor den Betroffenen, die es immer wieder aus eigener Kraft schaffen, sich aus dem schwarzen Loch zu ziehen und irgendwie weiterzumachen….“

      Hast Du von Deinen Kunden in der Apothekerbranche den einen oder anderen sinnigen Tipp gegen Depressionen?

      BG

      Andreas

  2. Zunächst ist Depression eine behandelbare Krankheit und kein Zustand. Ausserdem: es ist nicht korrekt, dass das Leben materiell immer besser und sicherer wird. Im Gegenteil: nachweisbar fördern zunehmende Arbeitslosigkeit, Armut und Statusunsicherheit auch psychische Erkrankungen (ist eigentlich völlig logisch). Meiner Meinung und Erfahrung nach kann man eine Depression durch Medikamente und Therapie behandeln, und grundsätzlich kann man seine Weltsicht durch Umdenken verändern. Das ist eine geistige – eigentlich sogar spirituelle – Anstrengung, die Übung und Durchhalten erfordert, einen aber auch reich belohnt.

    1. Ich freue mich über Deinen Kommentar. Welche Übungen (ev. spirituelle) würdest Du denn vorschlagen oder empfehlen? Ebenso würde mit die Methode durch Umdenken die Weltsicht zu verändern, interessieren.

      Du hast mich neugierig gemacht.

      BG

      Andreas

  3. @Karin
    Behandelbare Krankheit? Leider werden die meisten Betroffenen nur mit „Pillen“ versorgt, Therapien sind immer zu kurzzeitig (was sind schon 25 Termine?),und sehr selten zeitnah zu bekommen, ein Großteil der chemischen Antidepressiva führt (leider!) zu extremer Gewichtszunahme, hatte eine Kundin mit 25 kg Zunahme in gut drei Monaten, hat das Grundproblem nicht unbedingt verbessert.Nachgewiesenermaßen wird die depressive Neigung vererbt, ich kenne Familien, in denen fast alle Blutsverwandten mehr oder weniger depressiv waren, zeitweise behandelt, zeitweise sich einfach durchs Leben wurschtelnd…..
    Gute Erfahrungen haben einige Betroffene mit dieser Lichttherapie, wenn es sich um eine sog.Winterdepression handelt.
    Leichtere Formen von Depression lassen sich auch mit Johanniskrautprodukten behandeln, allerdings für Frauen, die mit der Pille verhüten, nicht gut geeignet, erfahrungsgemäß benötigt man in der Einstellphase mindestens 1x900mg pro Tag, nach etwa drei Wochen kann man versuchen, auf tgl. 600mg zu reduzieren, leider ist das Ganze selbst zu finanzieren….

  4. Hallo,
    ich mische mich mal hier ein, weil mich das Thema interessiert. Ich selbst war im späten Jugendalter etwa 2 Jahre lang – unerkannt – depressiv. Ich steckte in einem furchtbar tiefen und schwarzen Loch ohne jede Hoffnung – ich wollte am liebsten gar nicht mehr leben. Die Nächte waren endlos lang, die Tage mit ihrer Arbeit willkommene Abwechslung. Durch Malen und Gedichte schreiben, vor lalem aber durch mehrtägige einsame Wanderungen im alpinen Gelände – nur ich und die Natur – hab ich mich selbst rausgearbeitet. Ohne Pillen, ohne Medikamente. Heute unternehme ich alle Jahre eine mehrtägige Tour durch die Natur (früher hochalpine Wandertoruren, 2000 dann eine Winterwandertour mit schwerwiegenden Folgen, 2003 mit dem Kanu in 19 Tagen von Bayern an die Nordsee gepaddelt, 2009 acht Tage mit dem Fahrrad durch Bayern, 2010 14 Tage mit Gepäckschlitten und Zelt durch die Winterlandschaft, …). Und ja, es stimmt: auf diesen Touren „erde ich mich“, ich kämpfe um die grundlegendsten Grundlagen: essen, trinken, schlafen, vorwärtskommen.
    Dabei kommt man sich selbst sehr nahe, erkennt die eigene „Stellung im Universum“ (sowohl die unscheinbare Winzigkeit, als auch den unschätzbaren Wert der Einzigartigkeit!). Man erkennt die Emotionslosigkeit der Natur, die mentale und körperliche Stärke verlangt, wenn man überleben will. Und wegen den unglaublichen Schönheiten und Erlebnissen in der Natur will man unbedingt leben! Depressionen hab ich seitdem nicht mal ansatzweise – im Gegenteil. Ich sprühe vor Lebensfreude, es ist wie eine Sucht.
    Hoffe, ich konnte anregen?
    Albrecht

    Anmerkung von der WissensLust:
    Albrechts Links sind hier:
    http:// http://www.topworxxl.de
    http:// http://www.gross-friends.de

    1. Hallo Albrecht,

      danke für Deinen Kommentar. Klingt super.

      Neben Deinen Leistungen gefällt mir vor allem die Stelle:

      „erkennt die eigene “Stellung im Universum” (sowohl die unscheinbare Winzigkeit, als auch den unschätzbaren Wert der Einzigartigkeit!). Man erkennt die Emotionslosigkeit der Natur, die mentale und körperliche Stärke verlangt, wenn man überleben will. Und wegen den unglaublichen Schönheiten und Erlebnissen in der Natur will man unbedingt leben! “

      You are welcome

      Andreas

  5. Hallo Andreas,
    danke – auch für die Verlinkung meiner Webseiten.
    Auf der Seite http://www.topworxXL.de finden Interessierte unter dem Button ganz unten auf der Seite auch private Downloads zu diversen Erlebnissen, u.a. ein Auszug aus meinem Buch „Die YetiTour, Erlebnisse im Grenzbereich“
    (meine erste, nicht so gut gelungene Winterwanderung), sowie das Tagebuch meiner erlebnisreichen Paddeltour von Bad Kissingen in Bayern nach Rotterdam an der Nordsee.
    Wen’s interessiert, der sollte es lesen. Viel Spaß dabei!
    Albrecht

  6. Uupps, das muss im vorstehenden Kommentar heißen:
    … finden Interessierte unter dem Button Download ganz unten auf der Seite auch private Downloads…
    Sorry, Albrecht

  7. Lieber Andreas,

    es ist wirklich erschreckend, wie verbreitet doch diese Depressionen sind, trotz all der Selbsthilfe Mittel die es so auf dem Markt gibt…

    Auch ich habe über dieses Thema schon sehr häufig nachgedacht. Erwiesenermaßen haben Mönche im Kloster ALLE eine persönliche Aufgabe, um nicht den Depressionen zu verfallen. Scheint, als sei keiner davor gefeit, auch im Kloster nicht.

    Licht und Liebe
    Shanti

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s